Hochwasser 2002/03
Lage:

Durch langanhaltende Regenfälle im Dezember und Anfang Januar stieg das Grundwasser auch in der Gemeinde Büchel erheblich. Zusätzlich verschärfte sich die Lage durch den hohen Pegel der Lossa (Unstrut). Viele Keller der Einwohner wurden von eindringendem Grundwasser heimgesucht. Die Pumpen der wasserwirtschaftlichen Anlage (Schöpfwerk) nahe Büchel haben es nicht mehr geschafft, den Grundwasserspiegel im Dorf zu senken und das Wasser vom Dorf fernzuhalten.

Einsatzverlauf:

Als erste Maßnahme wurden alle Durchbrüche und Öffnungen am Damm rund um Büchel mit Sandsäcken und Folie dicht verschlossen. Ein Dammkontrolldienst wurde am 02.01. eingerichtet, der auch die Anlagen der Wasserwirtschaft mit einbezog und die Funktionalität der Pumpen am Schöpfwerk überprüfte. Nachdem durch das Landratsamt für Brand- und Katastrophenschutz eine Einheit des THW Erfurt verständigt wurde, konnte mit der zusätzlichen Pumpenleistung am Schöpfwerk begonnen werden. Zusammen mit der Feuerwehr Büchel rechne ich ungefähr 4000 Liter pro Minute. Nach gut acht Stunden zeigte sich ein leicht fallender Pegel im Schöpfwerk. Bis 9.00 Uhr in der Frühe wurde der Einsatz aufrecht erhalten. Durch den sinkenden Pegel der Lossa öffnete sich nun auch die Rückschlagklappe am Schöpfwerk und das Grundwasser konnte nun selbständig weiter abfließen. Die 24-stündigen Dammkontrollen wurden ebenfalls bis zum 06.01. aufrecht erhalten.

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